Was ist NLP?

Als ich den Begriff NLP zum ersten Mal hörte und erfuhr, dass er für Neuro- Linguistisches Programmieren stand, wusste ich nicht viel mehr als vorher. 

In Coachings und Ausbildungen erlebte ich dann aber, wie hoch wirksam die Methoden des NLP sind, und wie ich mich dadurch verändert und persönlich weiterentwickelt habe. 

Aber was genau ist nun NLP? 

Man könnte sagen, dass NLP ein vielschichtiges Kommunikationsmodell ist. Zu erkennen, wie ich selbst „ticke“ (welche internen und externen Abläufe zusammenspielen) und neugierig zu sein auf die Abläufe meines Gegenübers, verbessert die Kommunikationsfähigkeit enorm.
NLP bietet gleichzeitig Möglichkeiten, diese Abläufe und Strategien zu ändern. Und dies alles auf neuronaler Ebene.

Dabei legt jeder, der mit NLP arbeitet oder es lernt, die Gewichtung auf einen anderen Aspekt. Und so gibt es auf der Seite des DVNLP (Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren) auch eine Definition des NLP, die genau dieses beschreibt:

„Neuro- linguistisches Programmieren“ beschäftigt sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Menschen.

Zuerst zur Geschichte des NLP

NLP ist dadurch entstanden, dass die Begründer Richard Bandler und John Grinder die Methoden der erfolgreichsten Therapeuten und Kommunikatoren ihrer Zeit (Fritz Pearls, Virginia Satir, Milton Erickson) analysiert und ausgewertet haben, mit welcher dieser Methoden die Therapeuten erfolgreich waren. Anschließend beschrieben sie detailgenau die Struktur dieser Methoden und haben sie modelliert Das heißt: sie selbst haben sich die strukturierten Methoden zu eigen gemacht und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Und es stellte sich heraus, dass jeder Mensch, der dies wollte, diese Struktur lernen und damit erfolgreich arbeiten konnte.

NLP heute

Dies war der Beginn des NLP, wobei Gruppen von Kommunikatoren dies stetig weiterentwickelt haben. Zu nennen ist hier besonders Robert Dilts, der vieles von dem, was in unseren Ausbildungen gelehrt wird, erschaffen hat.  Und auch heute wird NLP ständig weiterentwickelt. und es kommen immer mehr wirksame Methoden und Tools  hinzu.

Dabei bauen diese auf wesentlichen Grundpfeilern von NLP auf. Es geht z.B. darum

  • Denkmuster in räumlicher und zeitlicher Struktur zu erkennen und diese zu verändern
  • Filter, mit denen man die Welt wahrnimmt, zu untersuchen und diese zu erweitern
  • Bedeutungen zu hinterfragen, die man bestimmten Situationen, Erlebnissen, aber auch Wörtern an sich gibt und diese nach Bedarf umzudeuten 
  • zu erforschen, wie bestimmte Submodalitäten (Untereigenschaften) in einem Wahrnehmungskanal wirken 
  • hinderliche Strategien, Glaubenssätze und Denkmuster aufzudecken und diese durch geeignetere zu ersetzen
  • emotionale Blockaden zu lösen 
  • und vieles weitere

Ein Beispiel

Da dies nun sehr theoretisch ist, hier vielleicht mal ein Beispiel, damit Du Dir das besser vorstellen kannst:

Nimm einfach mal das Wort „Vortrag„. Wenn Du dieses Wort (das ja nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben ist) liest (oder in Deinem inneren Ohr auch gleichzeitig hörst?). Was löst es bei Dir aus? Gibt es ein Bild dazu? Wenn ja, welches? Und wie/wo siehst Du dieses Bild? Oder ist es ein Film? Ist es schwarz/weiß oder farbig? … Und welches Gefühl ist damit verbunden? Nur mit diesem Wort „Vortrag“. Und falls Du das Wort innerlich vorsagst: Wie ist die Stimmlage? Aus welcher Richtung kommt diese Stimme? Wie klingt sie?,…

Und hier (als eine der vielen Möglichkeiten des NLP) könnte eine Veränderung einsetzen, wenn bei Dir das Wort „Vortrag“ z.B. mit belastenden Gefühlen verbunden wäre,..

Nun hast Du vielleicht eine kleine Vorstellung davon, was sich hinter dem Wort „NLP“ verbirgt.


An dieser Stelle würde ich gerne noch eine der
Vorannahmen des NLP,
das das vorige Beispiel bildhaft darstellt, vorstellen.

Es gibt mehrere Vorannahmen, auf denen NLP basiert.

Eine dieser Vorannahmen, die lautet:

„Die Landkarte ist nicht das Gebiet“

Was bedeutet: 
Jeder von uns erlebt die Welt,
indem er in ihr eine
subjektive und einzigartige Realität
mit seiner selektiven Wahrnehmung erschafft.

Und diese wiederum ist vorgeprägt durch
Epigenetik, Gesellschaft, persönliche Vergangenheit und weiteres.

Und gleichzeitig ist sie veränderbar!